Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Elisabeth Kramer,
Simon Hipfl
»Linz und Linz«
Alexander Jöchl,
»formlos«
Larisa Catano,
»4 F Circle Retro«
Karin Knott,
»Anleitung für eine
Denkmalsverortung
– Modell Linz III«
Thomas Kluckner,
»Erinnerungstafel«
Alexander Jöchl,
Hermann Lohninger,
Chris Müller,
»Dunkler Granit«
Christa Aistleitner,
»Herkunft«
Zoltan Kunckel,
»Vergessen verboten«
Sibylle Ettengruber,
»GRUND-legend«
Ulrich Fohler,
»Nistkästen«
Ulrich Fohler,
»Nistkästen«
Wolfgang Tragseiler,
»Unschuld«
Teresa Vida,
»es más fácil recordar que olvidar / es ist leichter zu erinnern als zu vergessen«

 

 

  

 

Elisabeth Kramer, Simon Hipfl, »Linz und Linz«
Bildlose weiße mit der Prägung »Linz« versehene Ansichtskarten thematisieren die Entstehung von 16 Linzer Wohnsiedlungen, die von KZ-Häftlingen, Kriegsgefangenen und so genannten Fremdarbeitern und Fremdarbeiterinnen unter Bedingungen der Zwangsarbeit errichtet wurden. Die Karten befragen diese stadtbildprägenden Lebensräume und verweisen auf ihre Nutzung und ihr gegenwärtiges Erscheinungsbild in Linz. Die Ansichtskarten wurden im Stadtraum verteilt.

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Alexander Jöchl, »formlos«
Auf ein »Geschenk« Hitlers an die Stadt Linz, das bis dahin als »vergessenes« Relikt ohne jeglichen Hinweis im so genannten Aphroditentempel stand, wurde die Aufmerksamkeit mit einer Intervention gelenkt, bei der die »Aphrodite«-Statue mit einem Holzkasten umbaut wurde. Ein Schild auf der Außenseite des Kastens zeigte folgenden Text: »Linz, 18. April 1942. „Die Plastik auf der Gugl soll formlos enthüllt werden. Der Führer übergibt sie der Stadt als Geschenk.“ Linz, 13. Mai 2008. Die Plastik auf der Gugl wird formlos sichtbar gemacht.«

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Larisa Catano, »4 F Circle Retro«
Der 405 m hohe Freinberg war ein Lieblingsort Hitlers, der hier erste Entwürfe für das »neue Linz« zeichnete. Heute ist es ein beliebtes Naherholungsgebiet mit einem modernen 4 F Circle (fit free fun function) Trimm-Dich-Pfad. Die Anleitungen für die Kraftgeräte wurden durch Zitate des damaligen »Reichssportführers« ergänzt.

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Karin Knott, »Anleitung für eine Denkmalsverortung – Modell Linz III«
Der Gedenkstein für das Außenlager »Linz III« des Konzentrationslagers Mauthausen wurde Ende der 90er Jahre vom authentischen historischen Ort an den Rand eines Parkplatzes versetzt. Die ungewöhnliche Platzierung des Erinnerungsortes für die Zwangsarbeiter der »Reichswerke Hermann Göring« war Anlass für eine Anleitung zu einer neuen Denkmalsverortung. Ausgehend von jeder Parkplatzfläche lassen sich mit der Anleitung in nur 3 Schritten weitere Erinnerungsorte markieren.

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Thomas Kluckner, »Erinnerungstafel«
Beim Lesen der Tafel stolpert man über eine Verdopplung von Wörtern und des Gegenstandes selbst. Die scheinbar temporär installierte Tafel beinhaltet bereits alle Informationen, die vermittelt werden wollen. Warum soll an der beliebten Donaupromenade an eine Gedenkstätte erinnert werden? Eine Erinnerung an den unwürdigen Umgang mit einer Gedenkstätte am Rand der Stadt, und eine Erinnerung an diesen fast vergessenen Ort selbst.

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Alexander Jöchl, Hermann Lohninger, Chris Müller, »Dunkler Granit«
Die wenigen realisierten Bauten der monumentalen Gestaltungspläne für Linz, die so genannten Brückenkopfgebäude und die Nibelungenbrücke wurden zu großen Teilen in Zwangsarbeit errichtet. Wachs-Einschreibungen in den Arkadengängen, deren Steinböden von KZ-Häftlingen in dem nahe gelegenen Steinbruch von Mauthausen gebrochen und in Linz verlegt wurden, verweisen auf diesen historischen Zusammenhang.

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Christa Aistleitner, »Herkunft«
Die Intervention bezieht sich auf das »Wahrzeichen« des Hauptbahnhofs – zwei Löwen. Sie wurden 1941 im Auftrag des damaligen Rüstungsministeriums für eine Salzburger Brücke hergestellt, 1948 – nach-dem sie in Salzburg entfernt wurden – beim Wiederaufbau des Bahnhofs nach Linz geholt und seitdem an herausragender Stelle ohne Kennzeichnung platziert. Auf dem Sockel der Skulpturen wurde ein reflektierender Schriftzug installiert, der Text lautete: »HERKUNFT IST NICHT IMMER SICHTBAR.«

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Zoltan Kunckel, »Vergessen verboten«
Plötzlich verbieten Schilder am Brückenkopfgebäude das Vergessen, Schilder, die eben noch die Durchfahrt nicht gestatteten, nennen nun die Entstehungsdaten der in der NS-Zeit errichteten Gebäude. Diese werden nicht mehr video- sondern erinnnerungsüberwacht. Die Kommunikationsguerilla-Bewegung hat mit diesen Aktionen auch Linz erreicht.

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Sibylle Ettengruber, »GRUND-legend«
Der nicht realisierte Plan für das kulturelle Zentrum der »Führerstadt Linz« aus dem Jahr 1939 dient als Grundlage der Aktion »GRUND-legend«. Nachts werden Teile des Grundrisses in Form einer weißen Linie auf Gehwegen rund um das Bahnhofsviertel markiert. Schilder verweisen auf das Bauvorhaben und damit auf die Herkunft des Plans, der neben der Linie an den Laternenmasten installiert wird. Sie sind mit einer Aufschrift aus den Akten des Stadtarchivs: »Die Neugestaltung der Stadt Linz 1938-1945, geplante und zum Teil ausgeführte städtebauliche Maßnahmen« versehen und fordern sowohl zur Reflexion als auch zum Vergleich mit der heutigen städtebaulichen Situation auf.

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Ulrich Fohler, »Nistkästen«
Verschlossene, intensiv farbige Nistkästen werden an von Fußgängern stark frequentierten Orten positioniert. Sie bilden ein großräumiges Dreieck in der Innenstadt von Linz. Ein Textschild auf der Nistkastenstange verweist auf die unter Zwangsarbeit errichteten Wohnsiedlungen, die noch heute als »Hitlerbauten« bezeichnet werden. Ein Beispiel für eine unreflektierte Redewendung, die sich im täglichen Sprachgebrauch »eingenistet« hat.

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Wolfgang Tragseiler, »Unschuld«
Die Aktion setzt ein mobiles Waschbecken an verschiedenen Plätzen der Stadt ein, in dem Passanten ihre Hände »in Unschuld« waschen konnten.

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Teresa Vida, »es más fácil recordar que olvidar / es ist leichter zu erinnern als zu vergessen«
Auf der Nibelungenbrücke, einem der wenigen realisierten Bauwerke von Hitlers Plänen für Linz, wird mit einer Performance die Beziehung zwischen Vergessen und Erinnern durch den Satz »Es ist leichter zu erinnern als zu vergessen« (auf Spanisch und Deutsch) thematisiert. Eine weiße Linie aus wilden Margeriten zieht sich über die Brücke und verschwindet im Laufe des Tages.

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